KI-Avatare & Spatial Computing · VR und Mixed Reality
KI-Avatare in VR und Mixed Reality: Was Unternehmen heute damit tun können
KI-Avatare sind digitale Figuren, die mit Sprachmodellen per Stimme oder Text antworten. Auf Messen und Webseiten sind sie bereits im Einsatz. In Virtual Reality und Mixed Reality können sie Schulungen begleiten, Abläufe erklären und Besucher durch virtuelle Räume führen.
Das Wichtigste in Kürze
- VR taucht ganz in eine digitale Umgebung ein, Mixed Reality legt digitale Inhalte über die reale Welt, das Metaversum meint dauerhafte, vernetzte virtuelle Räume.
- Den klarsten Nutzen haben KI-Avatare heute in Schulung und Einarbeitung, bei Erklärungen am realen Gerät und als Ansprechpartner in virtuellen Räumen.
- Unser Kongressassistent lief 2024 am Kiosk und auf der Meta Quest 3, mit denselben Inhalten.
- Entscheidend sind gute Inhalte aus den eigenen Daten, eine passende Hardware und die Anbindung an bestehende Systeme.
VR, Mixed Reality und Metaversum im Vergleich
KI-Avatare basieren meist auf großen Sprachmodellen. Sie verstehen gesprochene oder geschriebene Fragen und antworten natürlich, oft mit einem animierten Gesicht und einer Stimme. Neben Bildschirmen und Webseiten können sie in drei virtuellen Umgebungen eingesetzt werden:
| Umgebung | Was sie ist | Rolle des Avatars |
|---|---|---|
| Virtual Reality (VR) | Vollständig digitale Umgebung über eine VR-Brille | Gesprächspartner, Trainer oder Guide in einer simulierten Situation |
| Mixed Reality (MR) | Digitale Inhalte erscheinen über der realen Umgebung | Hilfe direkt am realen Gerät oder Arbeitsplatz |
| Metaversum | Dauerhafte, vernetzte virtuelle Räume für viele Nutzer | Ansprechpartner in virtuellen Showrooms, Messen oder Besprechungsräumen |
Die Geräte reichen von VR-Brillen wie der Meta Quest 3 bis zu Mixed-Reality-Brillen, die digitale Inhalte ins Sichtfeld einblenden. Welche Umgebung passt, hängt von der Aufgabe ab.
Wo KI-Avatare in virtuellen Umgebungen helfen
Schulung und Einarbeitung
In VR simulieren Avatare Situationen, denen Mitarbeitende im Alltag begegnen: ein schwieriges Kundengespräch, die Bedienung einer Maschine, ein Ablauf im Labor. Der Avatar führt durch die Übung, gibt sofort Rückmeldung und passt den Schwierigkeitsgrad an. Weil das ohne physische Ausrüstung und Reisen geht, lassen sich viele Mitarbeitende an verschiedenen Standorten schulen.
Hilfe am realen Arbeitsplatz
In Mixed Reality erscheint der Avatar neben der echten Maschine. Stößt jemand auf ein Problem, erklärt er den nächsten Schritt oder blendet Anleitungen ins Sichtfeld ein. So lässt sich Gelerntes direkt anwenden, mit weniger Risiko für Fehler, die zu Verletzungen oder Ausfällen führen.
Medizin und Gesundheitswesen
In medizinischen Schulungen können Avatare Patientengespräche oder Abläufe simulieren und Schritt für Schritt anleiten. Das erlaubt wiederholtes Üben ohne Risiko für Patienten. Wie Extended Reality in der Medizin schon heute genutzt wird, zeigt die Plattform VSI HoloMedicine von apoQlar für die 3D-OP-Planung, für die wir KI-Modelle zur Segmentierung entwickelt haben.
Service und virtuelle Räume
In virtuellen Showrooms und Messeräumen begrüßen Avatare Besucher, erklären Produkte, beantworten Fragen und führen Vorführungen interaktiv durch.
Aus unseren Projekten
Kongressassistent am Kiosk und in VR
Auf dem Deutschen Chirurgenkongress 2024 in Leipzig beantwortete unser KI-Avatar vier Tage lang Besucherfragen. Derselbe Assistent lief am Kiosk und als VR-Erlebnis auf der Meta Quest 3, mit denselben Inhalten.
3D-Bewegungsanalyse mit VR-Elementen
Für die Rehabilitation zu Hause haben wir Kameras, Pose Estimation und VR-Gamification kombiniert. Das System überwacht Übungen in Echtzeit und korrigiert sie automatisch, spielerische Einheiten halten Patienten bei der Stange.
Was für den Einsatz nötig ist
- Inhalte aus den eigenen Daten: Ein Avatar ist nur so gut wie das Wissen, auf das er zugreift, etwa Produktdaten, Schulungsunterlagen oder Richtlinien.
- Passende Hardware: VR-Brillen für Simulationen, Mixed-Reality-Brillen für Arbeit am realen Gerät, Bildschirme für Orte mit viel Publikumsverkehr.
- Anbindung an Systeme: Schulungsplattformen, CRM oder Wissensdatenbanken, damit Antworten aktuell bleiben.
- Datenschutz: Gespräche und Sprachdaten brauchen klare Regeln für Speicherung und Auswertung.
Wie wir KI-Avatare für Bildschirm, Web und VR entwickeln, zeigt unsere Seite zu KI-Avataren. Weitere Einsatzfelder außerhalb virtueller Welten beschreibt der Artikel KI-Avatare: Businessanwendungen.
Ein KI-Avatar für Schulung oder Service?
Wir klären mit Ihnen, wo Ihr Avatar sprechen soll, welche Inhalte er braucht und ob Bildschirm, Web oder VR der richtige Ort ist.
Prozessanalyse anfragenHäufige Fragen
Eine digitale Figur, die mit einem Sprachmodell per Stimme oder Text antwortet, oft mit animiertem Gesicht. Sie kann auf Bildschirmen, im Web oder in VR und Mixed Reality eingesetzt werden.
VR erzeugt eine vollständig digitale Umgebung. Mixed Reality blendet digitale Inhalte in die reale Umgebung ein, sodass man etwa an einer echten Maschine arbeiten und gleichzeitig Anleitungen sehen kann.
Vor allem für Schulungen und Simulationen, die in der Realität teuer, riskant oder schwer zu organisieren sind, sowie für Service in virtuellen Räumen.
Nein. Derselbe Avatar kann auf einem Bildschirm, im Web und in VR laufen. Unser Kongressassistent war 2024 am Kiosk und auf der Meta Quest 3 im Einsatz.
Julia Rose